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Reise durch Suggestive Weiler

Reise durch Suggestive Weiler

Weiler von Piacenza
Romagnolische Weiler
Reise in das bezaubernde Bertinoro
Entdeckung verborgener Vororte von Rimini

 

Weiler von Piacenza

Jeder Weiler, ob in der Ebene oder auf den Hügeln von Piacenza, ist voller Poesie. Rivalta bei Gazzola ist ein befestigtes Dorf aus der Renaissance, das sich erstaunlicher Weise in einem intakten Zustand erhalten hat. Es besteht aus einem Schloss mit rundem Turm, einem groß angelegten Park und einer kleinen Kirche. Sein Aussehen ist fast märchenhaft. Empfehlenswert ist auch die Besichtigung des Museums der Schlacht von Lepanto (Museo della Battaglia di Lepanto) mit drei Flaggen, die beim Kampf von 1571 geschwenkt wurden. Nächste Etappe führt nach Cortemaggiore, eine bezaubernde Ortschaft, die 1480 als ideale Stadt nach einem Entwurf im Sinne der Perfektion und Funktionalität erbaut wurde, um ein neues Machtzentrum des Pallavicino-Geschlechts des alten Karolingerhofes zu schaffen. Heute stellt das Schloss ein intaktes Beispiel der städtebaulichen Renaissancekonzeptes dar. Der Weiler Castell’Arquato ist auch sehr eindruckvoll: die alten Backsteinhäuser in unterem Ortsteil umgeben den mächtigen Herrensitz, der auf dem Hügelgipfel in den Himmel ragt. Im Umkreis von wenigen Metern liegen drei Prachtstücke: die Festung (1343- 1347), der Palazzo Pretorio (1293-1447) und die Kollegiatskirche Santa Maria (1122). Sehr interessant ist das Geologische Museum mit Skeletten von Walen, die im Padanischen Meer schwammen, als die hiesigen Hügel im Pliozänzeitalter mit Wasser überfl utet waren. Zum Schluss soll eines der schönsten mittelalterlichen Weiler, Vigoleno, erwähnt werden. Bemerkenswert sind sein runder Wehrturm sowie die elegante Ringmauer. Ebenfalls schön ist die Kirche San Giorgio (12. Jh.) und das Oratorium Beata Vergine del Latte.

Wo: Gazzola (PC), Cortemaggiore (PC), Castell'Arquato (PC), Vigoleno (PC)

Romagnolische Weiler

Für diese Exkursion könnte (bei gut eingeplanter Zeit) nur ein Tag ausreichen. Die Besichtigung von Riolo Terme, Casola Valsenio und Brisighella wird sicherlich jedem Geschmack gerecht sein. Das Städtchen Riolo Terme mit seinen Gebäuden im Jugendstil ist vor allem ein anerkannter Kurort mit modernen Thermaleinrichtungen. Die „Kunstschatzjäger“ kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten: eine mächtige Festung aus dem 14. Jh., die von einem Weiler und einer Ringmauer umgeben ist, wurde dort durch die Herrscher von Bologna als Kaserne für 300 Soldaten errichtet. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Festung stets erweitert. Interessant und gleichzeitig ein wenig mysteriös ist die Abtei San Pietro in Sala, deren Ruinen mit einem Landhaus verschmolzen sind. Im Frühling zeichnet sich Casola Valsenio durch den Duft und die Farbe des Lavendels aus. Das für sein Nationalzentrum für Heilkräuter (und eine kuriose Olfattoteca, ein Ort an dem man die Düfte verschiedener Pflanzen genießen kann) bekannte Städtchen liegt in einem idyllischen Tal an der Grenze zur Toskana und birgt einige Kunstschätze, wie die Abtei in Valsenio, in sich. Im Paralleltal liegt der mittelalterliche Weiler Brisighella. Ein Spaziergang entlang seiner gepflasterten Gassen führt direkt zur Festung, die sich auf einem Felsenvorsprung über der Altstadt erhebt. Auf den zwei anderen steilen Hängen sind ein Uhrturm und die Wallfahrtskirche Monticino errichtet. Leicht außerhalb des Ortes liegt die kleine Kirche Pieve del Thò, die, der Legende nach, Galla Placidia erbauen ließ. Romantische Augenblicke gewährt der Spaziergang in der belaubten „Eselstraße“ oberhalb der Altstadt, die durch ihren alten Charme und malerische Züge besticht.

Wo: Riolo Terme (RA), Casola Valsenio (RA), Brisighella (RA)

Reise in das bezaubernde Bertinoro

Auf einer Anhöhe zwischen der Meeresküste und dem bergischen Apennin liegt der bezaubernde Weiler Bertinoro. Der malerische Aufstieg zur Dorfspitze führt an einer Reihe historischer Osterien vorbei, in denen man die herzliche und gastfreundliche Atmosphäre der romagnolischen Kultur sofort spüren kann. Auf dem Gipfel erwartet den Besucher eine angenehme Überraschung: ein überragendes Panorama über die gesamte Romagna, dem der Weiler die Bezeichnung als „Romagnas Terrasse“ zu verdanken hat. Es wird sogar gesagt, dass der dort stehende Uhrturm, der von der Küste und dem Meer sehr gut sichtbar ist, den Schifffahrern ursprünglich als „Leuchtturm“ gedient habe. Bertinoro, ein typisches Beispiel einer mittelalterlichen Zitadelle mit Ringmauer, Eingangstoren, antiken Wehrtürmen und Häusern, die sich eng um die Festung scharen, ist als die „Stadt der Gastfreundschaft“ bekannt: seit 700 Jahren wird dort alljährlich das Fest der Gastfreundschaft gefeiert. Das Fest fi ndet am Hauptplatz Piazza della Libertà statt, an dem sich die Colonna delle Anella – eine Steinsäule mit zwölf befestigten Ringen – erhebt. Die Säule stammt aus dem 13. Jh. und diente zur Schlichtung der Konfl ikte, die hier unter den adeligen Familien ausbrachen. Im Streit ging es darum, welche Familie einen fremden Ankömmling - sei dieser ein edler Ritter oder ein gemeiner Reisender – aufnehmen durfte. Alle wollten ihn bei sich zu Gast. So wurde die Säule erfunden, wobei jede einheimische Familie ihren eigenen Ring erhielt. Der Fremde, der im Dorf ankam und an einem der Ringe sein Pferd anband oder, falls er zu Fuß war, den Hut oder den Stock aufhing, wurde er Gast der Familie, zu welcher jener Ring gehörte.

Wo: Bertinoro (FC)

Entdeckung verborgener Vororte von Rimini

Niedrighäuser, enge Gassen, spielende Kinder auf der Straße, kleine Osterien: so ist das Viertel San Giuliano. Eine ganz andere Welt eröffnet sich dem Besucher hinter der Tiberiusbrücke, wenige Schritte von der Stadtmitte und den Touristenstränden entfernt. Die Einwohner dieses malerischen Vorortes, die „Borghigiani“ („borgo“ heißt auf Italienisch „Stadtviertel“ oder „Weiler“), haben ihre eigene Identität bewahrt, die sich von dem restlichen Rimini unterscheidet. Heute ist der Borgo voller Osterien und kleiner Lokale. Es lohnt sich einen Spaziergang im Geiste Fellinis zu unternehmen: zwischen den kleinen Plätzen und Gassen mit Wandmalereien auf den Häusern, die dem Filmgenie und seiner Frau Giulietta Masina gewidmet sind. In allen malerischen Winkeln und Gässchen des romantischen Vororts warten schon auf Sie Unterhaltung und Gaumenversuchungen. Der Monat Juli ist dagegen ideal für die Entdeckung des Vororts San Giovanni, der sich hinter dem Augustusbogen verbirgt. In jenem Monat fi ndet hier das Stadtviertelfest mit Handwerkerbuden, Musik, Spektakeln und kulinarischen Spezialitäten statt. Ein anderes Fest, das im Borgo Sant’Andrea gefeiert wird, bietet dagegen eine gute Gelegenheit, um die charakteristischen Plätze des Vororts zu besichtigen: den Waschplatz (Lavatoio), den antiken Marktplatz Foro Boario, Piazza dei Gessi und die Brennerei „Fabbri“.

Wo: Rimini (RN)

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